Viele Stadtwerke planen höhere Gaspreise zur Heizsaison
Von Ron Boschert · 12. Oktober 2026 · Lesezeit ca. 2 Min.
Für viele Haushalte könnte die Heizperiode 2026/27 teurer werden. Eine Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen unter 225 Stadtwerken zeigt: Zahlreiche kommunale Versorger planen höhere Preise für Energie. Besonders häufig geht es um Erdgas.
Nach den Angaben wollen 65 Prozent der befragten Stadtwerke ihre Gaspreise erhöhen. Bei Fernwärme planen 54 Prozent höhere Preise, beim Strom sind es 49 Prozent. Gleichzeitig gibt es auch Versorger, die ihre Preise stabil halten wollen. Preissenkungen sind laut Umfrage dagegen nur bei einem kleineren Teil vorgesehen.
Gas ist besonders stark betroffen
Beim Erdgas nennen die Stadtwerke vor allem höhere Großhandelspreise als Belastung. Hinzu kommen steigende CO₂-Kosten und weitere Kosten rund um die Gasnetze. Für Haushalte mit Gasheizung ist das besonders relevant, weil ein großer Teil des Jahresverbrauchs in wenigen Wintermonaten entsteht.
Das bedeutet nicht, dass jeder Gaskunde automatisch sofort mehr zahlen muss. Entscheidend bleibt der jeweilige Vertrag. Wer eine laufende Preisgarantie hat, kann je nach Bedingungen zunächst geschützt sein. Läuft die Preisbindung aus oder verschickt der Versorger ein neues Preisblatt, können höhere Kosten aber spürbar werden.
Auch bei Strom und Fernwärme stehen viele Anbieter unter Druck. Beim Strom verweisen Stadtwerke unter anderem auf höhere Netzentgelte und Investitionen in Netze und Anlagen. Bei Fernwärme spielen Investitionskosten, Energiepreise und CO₂-Kosten eine Rolle.
Haushalte sollten ihre Kosten kennen
Für Verbraucher ist jetzt vor allem wichtig, die eigene Situation richtig einzuschätzen. Beim Gas zählen Arbeitspreis, Grundpreis, Jahresverbrauch, Laufzeit und Preisgarantie. Wer nur den monatlichen Abschlag kennt, sieht oft nicht, ob der Tarif wirklich noch passt.
Besonders aufmerksam sollten Haushalte sein, die in der Grundversorgung sind, eine auslaufende Preisgarantie haben oder lange keinen Tarifvergleich gemacht haben. Auch ein aktueller Zählerstand kann helfen, den eigenen Verbrauch besser einzuschätzen und Nachzahlungen früher zu erkennen. Die Umfrage zeigt: Die Energiepreise bleiben zur Heizsaison ein wichtiges Thema. Nicht jeder Haushalt ist gleich betroffen, aber viele sollten mit möglichen Anpassungen rechnen.
Für eine erste Einschätzung der jährlichen Gaskosten können Haushalte auf unserer Seite den Gasrechner kostenlos und unverbindlich nutzen.
