Gaspreisentwicklung in Deutschland: Analyse und Prognose bis 2040
Wie sich der Gaspreis seit 1985 entwickelt hat, was er heute kostet und was ihn bis 2030 und 2040 bewegt. Mit offengelegter Rechnung zu jedem Szenario.
Stand: 14. September 2026 · Methodik · Quellen
Das Wichtigste in Kürze
- Gas kostet Haushalte derzeit im Marktdurchschnitt 11,93 ct je kWh, das sind 2.386 Euro im Jahr bei 20.000 Kilowattstunden.
- Der Höchststand lag 2025 bei 12,20 ct je kWh. Seither ist der Preis gefallen, aber nicht auf das Niveau vor der Energiekrise zurück.
- Bis 2040 spannen unsere Szenarien eine Bandbreite von 15,74 bis 23,03 ct je kWh auf. Welcher Pfad eintritt, entscheidet vor allem der CO2-Preis.
- Der einzige Teil des Preises, den ein Haushalt selbst bewegt, ist Beschaffung und Vertrieb. Er macht heute knapp die Hälfte aus.
Inhaltsverzeichnis Studie
Gaspreis aktuell
Drei Zahlen beschreiben den heutigen Gaspreis, und sie sind verschieden hoch, weil sie Verschiedenes messen. Der Marktdurchschnitt steht in der Mitte, unsere eigene Erhebung liefert die beiden Ränder: was zahlt, wer nichts tut, und was zahlt, wer das günstigste Angebot nimmt.
Alle Werte bei 20.000 Kilowattstunden im Jahr, brutto. Marktdurchschnitt aus der BDEW-Gaspreisanalyse[2], Grundversorgung, Barometer und günstigster Tarif aus unserer eigenen Erhebung[11]. Woraus sich der Preis zusammensetzt, steht im Gasmarkt-Report.
Gaspreisentwicklung seit 1985
Diese Reihe reicht weiter zurück als jede Gaspreis-Darstellung, die sonst im Netz steht. Sie stammt aus der halbjährlichen Preiserhebung der Europäischen Union, an die auch das Statistische Bundesamt liefert. Der Grund für den Umweg über Eurostat: Das Statistische Bundesamt veröffentlicht seine eigene Gaspreisstatistik erst seit dem zweiten Halbjahr 2019[3], Eurostat führt dieselbe Erhebung ab 1985.[1]
Über die gesamten 40 Jahre ist der Gaspreis von 3,36 ct auf 12,20 ct je kWh gestiegen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 3,28 Prozent. Diese eine Zahl verdeckt allerdings mehr, als sie zeigt: In den ersten fünfzehn Jahren passierte fast nichts, und ein einziges Krisenjahr hat den Preis verdoppelt.
Mauszeiger oder Fingertipp auf die Linie zeigt den Wert des jeweiligen Halbjahres und den Datensatz, aus dem er stammt.
Quelle: Eurostat, halbjährliche Gaspreiserhebung für Haushaltskunden. Bis 2007 Datensatz nrg_pc_202_h (Verbrauchsband rund 23.250 kWh, umgerechnet von Euro je Gigajoule), ab 2007 Datensatz nrg_pc_202 (Verbrauchsband 5.556 bis 55.278 kWh). Eigene Darstellung.
Die fünf Phasen der Gaspreisentwicklung
Ein Verlauf über vier Jahrzehnte ist ohne Gliederung eine Zickzacklinie. Diese fünf Abschnitte machen ihn lesbar, und jeder trägt die Zahlen, die die Reihe für sein Anfangs- und Endjahr führt.
| Zeitraum | Was passierte | von | bis | pro Jahr |
|---|---|---|---|---|
| 1985 bis 1999 Billiges Gas, wenig Bewegung | Erdgas ist über anderthalb Jahrzehnte kaum teurer geworden. Der Preis hing an langfristigen Lieferverträgen mit Ölpreisbindung, und Öl war billig. Zwischenzeitlich fiel der Gaspreis sogar. | 3,36 ct | 3,00 ct | -0,8 % |
| 2000 bis 2008 Die Ölpreisbindung schlägt durch | Mit dem steigenden Ölpreis stieg auch der Gaspreis, obwohl der Markt in dieser Zeit geöffnet wurde. Die Bindung an den Ölpreis war stärker als der neue Wettbewerb. | 3,52 ct | 7,02 ct | +9,0 % |
| 2009 bis 2020 Seitwärts auf hohem Niveau | Die Lieferverträge lösten sich schrittweise vom Öl und folgten den Börsenpreisen. Der Haushaltspreis blieb ein Jahrzehnt lang in einer engen Spanne, während Steuern und Abgaben langsam zunahmen. | 6,19 ct | 6,09 ct | -0,2 % |
| 2021 bis 2023 Die Energiekrise | Der Ausfall russischer Lieferungen trieb die Beschaffungskosten in wenigen Monaten auf ein Vielfaches. Der Haushaltspreis folgte mit Verzögerung, weil Verträge nachlaufen, und erreichte 2023 seinen Höchststand. | 6,70 ct | 11,88 ct | +33,2 % |
| 2024 bis 2025 Normalisierung, aber nicht zurück | Die Beschaffung ist wieder deutlich billiger, der Endpreis aber nicht auf das Vorkrisenniveau zurückgefallen. Was geblieben ist, sind höhere Netzentgelte und der wachsende CO2-Preis. | 12,18 ct | 12,20 ct | +0,2 % |
Jahresmittel aus den Halbjahreswerten der Eurostat-Erhebung, alle Steuern und Abgaben enthalten. Die Spalte „pro Jahr" ist die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate innerhalb des Abschnitts. Die Abschnittsgrenzen sind redaktionell gesetzt.
Börsen- und Großhandelspreise: warum Ihr Preis später reagiert
Wer die Gaspreisentwicklung verfolgt, stößt schnell auf zwei völlig verschiedene Zahlen. Am Großhandelsmarkt wird Gas in Euro je Megawattstunde gehandelt, im niederländischen Handelspunkt TTF und im deutschen Marktgebiet von Trading Hub Europe. Diese Preise schwanken täglich und lagen im Sommer 2022 zeitweise über 300 Euro je Megawattstunde, das wären 30 Cent je Kilowattstunde allein für die Beschaffung. Für die Jahre bis 2022 lässt sich die Bewegung an den amtlichen Erdgas-Grenzübergangspreisen nachvollziehen[10].
Der Haushaltspreis folgt dem, aber gedämpft und mit Verzögerung. Drei Gründe, und sie erklären fast alles, was Leser an Gaspreis-Meldungen verwirrt:
- Der Großhandelspreis ist nur ein Teil des Endpreises. Beschaffung und Vertrieb machen aktuell 48,1 Prozent aus. Halbiert sich der Börsenpreis, halbiert sich der Endpreis nicht.
- Versorger kaufen im Voraus. Wer sein Gas für den kommenden Winter über Monate hinweg beschafft, gibt weder einen Preissprung noch einen Preissturz sofort weiter. Deshalb stieg der Haushaltspreis 2022 später als die Börse und fiel danach auch später.
- Netzentgelte, Steuern und Abgaben bewegen sich unabhängig davon. Sie sind zuletzt gestiegen, während die Beschaffung billiger wurde, und haben den Rückgang beim Endkunden aufgezehrt.
Die Lage im September 2026
Der richtungsweisende europäische Terminkontrakt TTF stieg am 9. September 2026 auf bis zu 79,11 Euro je Megawattstunde. Das ist der höchste Stand seit Ende 2022. Anfang Juli 2026 hatte er noch bei gut 40 Euro gelegen. Auslöser ist die Zuspitzung der Lage im Nahen Osten: Der katarische Staatskonzern QatarEnergy hat seine Produktion wegen der Lage an der Straße von Hormus weitgehend heruntergefahren. (Meldung der Deutschen Presse-Agentur vom 9. September 2026)
Das ist wichtig für den nächsten Abschnitt. Die Projektion, die dort steht, stützt ihren Terminmarkt-Teil auf Futures mit Abrufdatum 26. September 2025. Sie zeigt also den Pfad, den der Markt vor rund einem Jahr erwartete, und nicht die Lage von heute. Wir zeigen beides nebeneinander, statt eines davon wegzulassen: Die Projektion ist die Rechengrundlage der Bundesregierung, die aktuelle Notierung ist das, was der Markt gerade bezahlt.
Was der Großhandel erwarten ließ
Einen tagesaktuellen Börsenpreis zeigen wir hier bewusst nicht: Es gibt keine frei nutzbare, maschinenlesbare Reihe, die wir verlässlich fortschreiben könnten. Stattdessen steht hier die Reihe, mit der die Bundesregierung selbst rechnet. Das Umweltbundesamt stützt sie auf genau die beiden Quellen, die dafür in Frage kommen: historische Preise vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle[10] und Terminpreise der European Energy Exchange.[6]
| Jahr | Großhandel Erdgas | entspricht je kWh | Einordnung |
|---|---|---|---|
| 2024 | 38 € je MWh | 3,80 ct | gemessen, nach der Krise gefallen |
| 2025 | 45 € je MWh | 4,50 ct | gemessen, wieder gestiegen |
| 2030 | 21 € je MWh | 2,10 ct | projiziert, unter dem Vorkrisenniveau |
| 2035 | 20 € je MWh | 2,00 ct | projiziert |
| 2040 | 18 € je MWh | 1,80 ct | projiziert |
| 2045 | 18 € je MWh | 1,80 ct | projiziert |
| 2050 | 18 € je MWh | 1,80 ct | projiziert |
Großhandelspreis am nordwesteuropäischen Markt, dessen deutscher Handelspunkt Trading Hub Europe ist. Alle Werte in Preisen von 2024 und bezogen auf den unteren Heizwert, deshalb nicht unmittelbar mit dem Preis auf Ihrer Rechnung vergleichbar. Quelle: Rahmendaten und Endverbrauchspreise für die Treibhausgas-Projektionen 2026.
Zwei Rechnungen, ein Ergebnis. Die Projektion lässt den Großhandelspreis von 45 auf 21 Euro je Megawattstunde fallen, also auf weniger als die Hälfte. Trotzdem sinkt der Haushaltspreis darin kaum und steigt danach wieder, weil Netzentgelte und CO2-Preis zulegen. Die aktuelle Notierung geht in die andere Richtung. Für einen Haushalt führt beides zum selben Schluss: Wird der Einkauf billiger, zehren Netz und Abgaben den Vorteil auf. Bleibt er teuer, steigt die Rechnung erst recht. Nach unten hat der Haushaltspreis in keinem der beiden Fälle viel Luft.
Gaspreis-Prognose bis 2030 und 2040
Niemand kennt den Gaspreis von 2040. Was sich rechnen lässt, ist die Frage: Was käme heraus, wenn sich eine bestimmte Entwicklung fortsetzt? Genau das sind die folgenden Szenarien. Jedes nennt seine Annahme, deren Herkunft und die Rechnung. Keines ist eine Vorhersage.
Ausgangspunkt aller drei ist der Marktdurchschnitt von 11,93 ct je kWh[2] im Jahr 2026. Nicht unsere Grundversorgung und nicht unser günstigster Tarif: Die historische Reihe ist ebenfalls ein Durchschnitt, und wer eine Durchschnittsreihe mit einem Bestwert fortschreibt, vergleicht zwei verschiedene Dinge.
| Szenario | Rate im Jahr | 2030 | 2040 | 2040 im Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Gaspreis folgt der Inflation | 2,00 % | 12,91 ct | 15,74 ct | 3.148 € |
| Langfristiger Trend seit 1985 | 3,14 % | 13,50 ct | 18,39 ct | 3.678 € |
| Trend seit 2000 | 4,81 % | 14,40 ct | 23,03 ct | 4.606 € |
| Prognose des Umweltbundesamtes amtlich, real in Preisen von 2024 | – | 10,81 ct | 13,33 ct | 2.666 € |
Jahreskosten bei 20.000 Kilowattstunden. Unsere drei Szenarien rechnen nominal, zeigen also, was auf der Rechnung stünde. Die amtliche Prognose rechnet real in Preisen von 2024, zeigt also die Kaufkraft und nicht den Betrag; sie ist außerdem von uns auf die abgerechnete Kilowattstunde umgerechnet. Deshalb liegt sie niedriger, ohne einer der anderen zu widersprechen. Beides erklärt der Abschnitt Die amtliche Prognose des Bundes.
Mauszeiger oder Fingertipp auf ein Jahr zeigt alle Szenarien dieses Jahres nebeneinander. Die durchgezogene Linie ist der tatsächliche Verlauf, gestrichelt sind die Fortschreibungen.
Historie: Eurostat. Eigene Fortschreibungen nach den oben genannten Annahmen, nominal. Die amtliche Prognose stammt vom Umweltbundesamt, rechnet real und ist von uns auf die abgerechnete Kilowattstunde umgerechnet.
Gaspreis folgt der Inflation: 15,74 ct im Jahr 2040
Der heutige Preis wächst mit 2,0 Prozent im Jahr. Das Szenario unterstellt, dass Gas real, also nach Abzug der Geldentwertung, weder teurer noch billiger wird.
- Annahme: 2,00 Prozent Steigerung im Jahr. Herkunft: Zielwert der Europäischen Zentralbank für die mittelfristige Teuerung im Euroraum[4].
- Ausgangswert: 11,93 ct je kWh im Jahr 2026.
- 4 Jahre bis 2030 ergeben 12,91 ct je kWh, 2.582 Euro im Jahr.
- 14 Jahre bis 2040 ergeben 15,74 ct je kWh, 3.148 Euro im Jahr.
Langfristiger Trend seit 1985: 18,39 ct im Jahr 2040
Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der letzten 41 Jahre wird auf den heutigen Preis angewendet. Sie enthält sowohl die billigen Neunziger als auch die Energiekrise und glättet beides.
- Annahme: 3,14 Prozent Steigerung im Jahr. Herkunft: eigene Berechnung aus der Eurostat-Reihe 1985 bis 2026[1].
- Ausgangswert: 11,93 ct je kWh im Jahr 2026.
- 4 Jahre bis 2030 ergeben 13,50 ct je kWh, 2.700 Euro im Jahr.
- 14 Jahre bis 2040 ergeben 18,39 ct je kWh, 3.678 Euro im Jahr.
Trend seit 2000: 23,03 ct im Jahr 2040
Dieselbe Rechnung ab dem Jahr 2000. Der Startpunkt liegt nach der Öffnung des Gasmarktes und vor dem Anstieg der 2000er Jahre; die Rate fällt deshalb höher aus als die lange Reihe.
- Annahme: 4,81 Prozent Steigerung im Jahr. Herkunft: eigene Berechnung aus der Eurostat-Reihe 2000 bis 2026[1].
- Ausgangswert: 11,93 ct je kWh im Jahr 2026.
- 4 Jahre bis 2030 ergeben 14,40 ct je kWh, 2.880 Euro im Jahr.
- 14 Jahre bis 2040 ergeben 23,03 ct je kWh, 4.606 Euro im Jahr.
Die amtliche Prognose des Bundes
Es gibt eine, und sie ist ausführlicher als alles, was wir selbst rechnen können. Das Umweltbundesamt veröffentlicht die Rahmendaten, mit denen die Bundesregierung ihre Treibhausgas-Projektionen erstellt[6]. Darin steht der Gaspreis für Haushalte bis 2050, aufgeschlüsselt nach Bestandteilen, und zwar für das Verbrauchsband Haushalte, 20 bis 200 GJ Jahresverbrauch – dasselbe, aus dem auch unsere historische Reihe stammt.
| Jahr | Beschaffung | Netzentgelte | CO2-Preis | Steuern | MwSt. | gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2024* | 6,8 | 2,5 | 0,9 | 0,9 | 1,8 | 12,8 |
| 2025 | 6,1 | 2,7 | 1,1 | 1,0 | 2,1 | 12,9 |
| 2030 | 3,7 | 3,7 | 2,1 | 0,6 | 1,9 | 12,0 |
| 2035 | 3,3 | 4,3 | 3,0 | 0,5 | 2,1 | 13,4 |
| 2040 | 3,1 | 5,0 | 3,8 | 0,5 | 2,4 | 14,8 |
| 2045 | 3,1 | 6,2 | 4,5 | 0,5 | 2,7 | 17,0 |
| 2050 | 3,1 | 6,8 | 5,0 | 0,4 | 2,9 | 18,3 |
Alle Werte in ct je kWh, in Preisen von 2024, bezogen auf den unteren Heizwert. * Das Jahr 2024 führt das Umweltbundesamt nur nachrichtlich, gerechnet wird ab 2025. Quelle: Rahmendaten und Endverbrauchspreise für die Treibhausgas-Projektionen 2026, 3. Auflage, Mai 2026.
Zwei Umrechnungen, und beide sind unsere. Erstens: Die Tabelle rechnet je Megawattstunde Heizwert, Ihre Gasrechnung dagegen je Kilowattstunde Brennwert. Zwischen beiden liegen rund elf Prozent. Aus 14,80 Cent je Kilowattstunde Heizwert werden damit 13,33 Cent je abgerechneter Kilowattstunde. Zweitens: Alle Werte stehen in Preisen von 2024. Was im Jahr 2040 auf der Rechnung steht, ist entsprechend höher. Beides rechnen wir offen um, statt die Zahl unkommentiert neben unsere eigenen zu stellen.
Bemerkenswert ist nicht die Endsumme, sondern die Verschiebung darin. Die Beschaffung fällt von 6,1 auf 3,1 Cent, die Netzentgelte steigen im selben Zeitraum von 2,7 auf 6,8 Cent, der CO2-Preis von 1,1 auf 5,0 Cent. Der Einkauf wird billiger, alles andere teurer. Das ist die Kernaussage der amtlichen Rechnung, und sie deckt sich mit dem, was unsere eigene Erhebung schon heute zeigt.
Der CO2-Hebel: die Größe, die beim Gas alles entscheidet
Beim Strom ist der CO2-Preis ein Kostenfaktor unter vielen. Beim Gas trifft er die verbrannte Kilowattstunde direkt, und er ist die einzige Position im Preis, deren künftiger Verlauf politisch bereits beschlossen, in der Höhe aber offen ist. Ab 2027 löst der EU-Emissionshandel für Gebäude und Verkehr das nationale System ab. Der Preis entsteht dann am Markt.
Was ein bestimmter CO2-Preis für den Gaspreis bedeutet, lässt sich dagegen exakt ausrechnen, und diese Rechnung ist kurz genug, um sie vollständig hinzuschreiben.
- Eine Kilowattstunde Erdgas verursacht 0,201 Kilogramm CO2.
- Eine Tonne CO2 entspricht damit rund 4.975 Kilowattstunden Gas.
- Je Euro Preis pro Tonne entfallen also 0,0201 Cent auf die Kilowattstunde, netto.
- Brutto kommt die Mehrwertsteuer von 19 Prozent darauf.
| CO2-Preis | Anteil je kWh, netto | Anteil je kWh, brutto | im Jahr bei 20.000 kWh | Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| 55 € je t | 1,11 ct | 1,32 ct | 263 € | unteres Ende des gesetzlichen Korridors 2026 |
| 65 € je t | 1,31 ct | 1,56 ct | 311 € | oberes Ende des gesetzlichen Korridors 2026 |
| 100 € je t | 2,01 ct | 2,39 ct | 478 € | rechnerische Marke, keine Prognose |
| 150 € je t | 3,02 ct | 3,59 ct | 718 € | rechnerische Marke, keine Prognose |
| 200 € je t | 4,02 ct | 4,78 ct | 957 € | rechnerische Marke, keine Prognose |
| 300 € je t | 6,03 ct | 7,18 ct | 1.435 € | rechnerische Marke, keine Prognose |
Emissionsfaktor Erdgas nach DEHSt, Brennstoffemissionshandelsgesetz und BEHV[5]. Die Stufen oberhalb des gesetzlichen Korridors sind Rechenmarken und keine Vorhersage: Was der Emissionshandel ab 2027 kostet, steht heute nicht fest, und eine Zahl zu nennen, für die wir keine zitierfähige Quelle haben, wäre erfunden.
Womit der Bund rechnet
Es gibt einen amtlich gesetzten Preispfad, und er steht in den Rahmendaten, mit denen die Bundesregierung ihre Treibhausgas-Projektionen rechnet[6]. Die Annahme ist einfach: ab 2027 steigt der Preis jährlich um 15 Euro je Tonne, bis auf 275 Euro im Jahr 2040.
| Jahr | CO2-Preis | davon je kWh, brutto | im Jahr bei 20.000 kWh | Status |
|---|---|---|---|---|
| 2025 | 55 € je t | 1,32 ct | 263 € | gesetzlich festgelegt |
| 2026 | 65 € je t | 1,56 ct | 311 € | gesetzlich festgelegt |
| 2027 | 80 € je t | 1,91 ct | 383 € | Annahme des Umweltbundesamtes |
| 2030 | 125 € je t | 2,99 ct | 598 € | Annahme des Umweltbundesamtes |
| 2035 | 200 € je t | 4,78 ct | 957 € | Annahme des Umweltbundesamtes |
| 2040 | 275 € je t | 6,58 ct | 1.316 € | Annahme des Umweltbundesamtes |
| 2050 | 425 € je t | 10,17 ct | 2.033 € | Annahme des Umweltbundesamtes |
Nominale Werte, also das, was in dem jeweiligen Jahr tatsächlich zu zahlen wäre. Umrechnung auf die Kilowattstunde nach der Rechnung oben, eigene Berechnung. Quelle des Preispfads: Rahmendaten und Endverbrauchspreise für die Treibhausgas-Projektionen 2026.
Eine Annahme, und sie ist bereits überholt. Das Umweltbundesamt schreibt selbst, dass die Preisprognosen für den Emissionshandel weit auseinanderliegen, und setzt den Pfad deshalb. Zwei Entwicklungen sind darin ausdrücklich nicht eingerechnet: Die EU-Umweltminister haben den europäischen Emissionshandel für Gebäude und Verkehr im November 2025 auf 2028 verschoben. Und das Bundeskabinett hat am 12. August 2026 eine Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes beschlossen, nach der der Preiskorridor von 55 bis 65 Euro je Tonne auch 2027 gilt[8]. Statt der 80 Euro aus der Tabelle wären das höchstens 65 Euro, also rund 311 statt 383 Euro im Jahr.
Wir lassen den amtlichen Pfad trotzdem stehen, statt ihn stillschweigend zu korrigieren. Er zeigt, womit die Bundesregierung ihre Klimaziele rechnet, und das ist eine eigene Aussage. Für die Jahre ab 2028 ändert der Beschluss ohnehin nichts: Dann bildet sich der Preis im europäischen Handel.
Was den Gaspreis treibt und was ihn dämpft
Faktoren für steigende Gaspreise
- Steigender CO2-Preis. Ab 2027 marktbasiert im europäischen Emissionshandel. Er trifft jede verbrannte Kilowattstunde und ist beim Gas der stärkste einzelne Treiber.
- Steigende Netzentgelte je Kilowattstunde. Das Gasnetz kostet weitgehend gleich viel, gleich wie viel Gas hindurchfließt. Wenn der Verbrauch sinkt, verteilen sich dieselben Kosten auf weniger Kilowattstunden.[9]
- Wegfall der Netzinfrastruktur. Wo Gasnetze stillgelegt werden, müssen die Restkosten von den verbleibenden Anschlüssen getragen werden.
- Abhängigkeit von Flüssiggas-Importen. Deutschland kauft Gas heute am Weltmarkt statt über Pipelines aus einer Richtung. Das ist sicherer und teurer, und es koppelt den Preis an die Nachfrage in Asien.
- Geopolitische Ereignisse. Der Gaspreis hat 2022 gezeigt, wie schnell ein Lieferausfall den Beschaffungspreis vervielfachen kann.
- Kalte Winter. Anders als beim Strom hängt der Gasverbrauch fast vollständig am Wetter, und ein kalter Winter leert die Speicher.
Faktoren für sinkende Gaspreise
- Sinkende Nachfrage. Jede Wärmepumpe und jeder Fernwärmeanschluss nimmt Nachfrage aus dem Markt. Weniger Nachfrage drückt den Beschaffungspreis.
- Wachsendes Flüssiggas-Angebot. Weltweit gehen neue Verflüssigungs- und Exportanlagen in Betrieb. Mehr Angebot bei gedämpfter europäischer Nachfrage wirkt preissenkend.
- Bessere Gebäudedämmung. Sanierungen senken den Verbrauch je Haushalt, unabhängig vom Heizsystem.
- Gefüllte Speicher und Vorsorgeregeln. Sie nehmen dem Markt die Panikaufschläge, die 2022 einen Großteil des Preises ausmachten.
- Wettbewerb im Endkundenmarkt. Er wirkt nicht auf das Preisniveau des Marktes, aber auf den Preis des Einzelnen, und dort um mehrere hundert Euro im Jahr.
- Staatliche Entlastungen. Der Wegfall der Gasspeicherumlage zum 1. Januar 2026 hat gezeigt, dass Abgaben auch verschwinden können.
Der Widerspruch, der die Gaspreisentwicklung ausmacht. Sinkende Nachfrage senkt den Beschaffungspreis und hebt gleichzeitig das Netzentgelt je Kilowattstunde. Wer aus dem Gas aussteigt, macht es für die übrigen teurer. Das ist kein Nebeneffekt, sondern der Kern jeder Prognose über 2030 hinaus, und es unterscheidet den Gasmarkt grundlegend vom Strommarkt.
Gasbedarf der Zukunft: steigend oder sinkend?
Beim Strom lautet die Antwort eindeutig steigend, getrieben von Elektrofahrzeugen, Wärmepumpen und Rechenzentren. Beim Gas ist sie ebenso eindeutig, aber umgekehrt: Der Gasverbrauch der Haushalte wird sinken. Rund die Hälfte der Wohnungen in Deutschland wird mit Gas beheizt, und jede Heizung, die ersetzt wird, wird in aller Regel nicht durch eine neue Gasheizung ersetzt.
Für den Preis je Kilowattstunde bedeutet ein sinkender Verbrauch aber nicht automatisch einen sinkenden Preis. Die Netzkosten bleiben, die Zahl der Kilowattstunden, auf die sie umgelegt werden, sinkt. Für die verbleibenden Gaskunden kann der Preis je Kilowattstunde deshalb steigen, während der Gesamtmarkt schrumpft.
Quelle: Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks 2025[7]. Von den 14,8 Millionen Gasfeuerungsanlagen laufen rund 605.000 mit Flüssiggas. Erfasst werden Heizungsanlagen, Warmwasser- und Raumheizer.
Was die Austauschrate bedeutet
Minus 1,7 Prozent im Jahr klingt nach wenig, und genau das ist die Nachricht. Bei diesem Tempo stehen auch in den 2040er Jahren noch Millionen Gasheizungen in deutschen Kellern. Der Gasmarkt verschwindet nicht, er schrumpft langsam. Für die Preisfrage ist das die ungünstigste aller Varianten: Ein schneller Ausstieg würde die Netze früh stilllegen, ein ausbleibender würde die Kosten auf viele Schultern verteilen. Ein langsames Schrumpfen verteilt dieselben Netzkosten auf stetig weniger Kilowattstunden.
Wie stark, steht in derselben amtlichen Projektion: Die Netzentgelte je Kilowattstunde sollen von 2,7 auf 6,8 Cent steigen, von 2025 bis 2050[6]. Das ist zweieinhalbmal so viel, während der Großhandelspreis im selben Zeitraum auf weniger als die Hälfte fällt. Wer aus dem Gas aussteigt, macht es für die übrigen teurer, und diese Zahl beziffert es.
Hinzu kommt der Zustand des Bestands: Rund zwei Drittel der Gasheizungen ohne Brennwerttechnik sind älter als zwanzig Jahre[7]. Sie werden in den kommenden Jahren ersetzt, und jede Entscheidung dabei ist eine Entscheidung über den Gasabsatz der 2040er Jahre.
Unser Fazit zur Gaspreisentwicklung
Die nächsten zehn Jahre
Bis 2030 halten wir eine Spanne von 12,91 bis 14,40 ct je kWh für plausibel, das sind 2.582 bis 2.880 Euro im Jahr. Der Beschaffungspreis dürfte sich weiter beruhigen, weil weltweit neue Flüssiggas-Kapazitäten ans Netz gehen und die europäische Nachfrage sinkt. Was diesen Effekt aufzehrt, sind Netzentgelte und der CO2-Preis.
Die nächsten zwanzig Jahre
Für 2040 spannen unsere Szenarien 15,74 bis 23,03 ct je kWh auf. Die Bandbreite ist groß, und sie ehrlich zu nennen ist mehr wert als eine einzelne Zahl mit falscher Genauigkeit. Entscheidend wird nicht der Weltmarktpreis für Gas sein, sondern zwei politische Größen: der Preis im Emissionshandel und die Frage, wer die Kosten eines schrumpfenden Gasnetzes trägt.
Was das für einen Haushalt heißt. Wer heute mit Gas heizt und 20.000 Kilowattstunden im Jahr verbraucht, zahlt derzeit rund 2.386 Euro. In allen unseren Szenarien wird Gas teurer, nicht billiger. Die Frage ist nur, wie schnell. Der wirksamste Hebel bleibt kurzfristig der Tarif und langfristig der Verbrauch.
Was Verbraucher jetzt tun können
Gaspreise vergleichen
Der Abstand zwischen Grundversorgung und günstigstem Tarif ist heute größer als jeder Unterschied, den unsere Szenarien für die nächsten fünf Jahre ergeben. Anders gesagt: Was Sie durch einen Wechsel sparen können, übertrifft die Preisentwicklung, über die alle reden.
- Alle Tarife für Ihre Adresse, bei mehrdeutigen Postleitzahlen ortsteilgenau
- Kostenlos und unverbindlich, sortiert allein nach Preis
- Verbrauch unbekannt? Wohnfläche auswählen, den Rest rechnen wir um
Sie schützt vor genau der Bewegung, die diese Studie beschreibt. Bei anhaltend steigender Erwartung ist die längere Garantie das ruhigere Geschäft.
Ein Bonus fließt einmal. Der Preis, der bleibt, ist der ohne ihn.
Der einzige Hebel, der auch gegen steigende Netzentgelte und CO2-Preise wirkt, ist die nicht verbrauchte Kilowattstunde.
Wer in den 2030er Jahren noch mit Gas heizt, trägt die Netzkosten einer schrumpfenden Kundenzahl mit.
Methodik dieser Studie
Diese Studie rechnet nur drei Dinge selbst, und jedes davon steht oben mit seiner Formel: die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate zwischen zwei Jahren, die Fortschreibung einer solchen Rate auf ein Zieljahr und die Wirkung eines CO2-Preises je Kilowattstunde. Alles andere sind übernommene Zahlen mit benannter Quelle.
Die Wachstumsrate ist die geometrische, nicht der Mittelwert der Jahresveränderungen. Bei einer Reihe mit einem Krisensprung liegen beide weit auseinander, und nur die geometrische lässt sich sinnvoll fortschreiben.
Alle Preise verstehen sich brutto, einschließlich aller Steuern und Abgaben, bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden. Die Szenarien sind nicht inflationsbereinigt: Sie zeigen, was auf der Rechnung steht, nicht was es in heutiger Kaufkraft wert ist.
Wo eine Zahl fehlt, steht keine. Für den Preis im Emissionshandel ab 2027 zeigt diese Studie eine Umrechnungstabelle und keine Vorhersage, solange wir uns nicht auf eine zitierfähige Prognose festgelegt haben.
Quellen dieser Studie
Die Zahlen dieser Studie stammen aus den folgenden Quellen. Der Pfeil führt zurück zu dem Abschnitt, in dem die Quelle verwendet wird.
- ↑ Eurostat: Gaspreise für Haushaltskunden, halbjährliche Erhebung Datensätze nrg_pc_202_h (1985 bis 2007) und nrg_pc_202 (ab 2007). Dieselbe EU-weite Preiserhebung, an die auch das Statistische Bundesamt liefert, mit dem vollständigen Vorlauf. Statistisches Amt der Europäischen Union, Luxemburg.
- ↑ BDEW-Gaspreisanalyse August 2026 Marktdurchschnitt und Zusammensetzung des Gaspreises für ein Einfamilienhaus mit 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch. Ausgangswert aller Fortschreibungen dieser Studie. Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW).
- ↑ Statistisches Bundesamt: Erdgas- und Strompreise, Statistik 61243 Die amtliche deutsche Gaspreisstatistik. Sie beginnt erst mit dem zweiten Halbjahr 2019 und ist deshalb für die lange Reihe dieser Studie zu kurz; als Gegenprobe zur Eurostat-Reihe ist sie geeignet. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden.
- ↑ Europäische Zentralbank: Preisstabilität und Inflationsziel Das Ziel von zwei Prozent Teuerung im Euroraum auf mittlere Sicht. Es ist die Annahme hinter dem vorsichtigsten Szenario dieser Studie, nicht eine Prognose der Notenbank für den Gaspreis. Europäische Zentralbank, Frankfurt am Main.
- ↑ Deutsche Emissionshandelsstelle: Nationaler Emissionshandel Emissionsfaktor für Erdgas und die gesetzlichen Preisstufen nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz. Ab 2027 löst der EU-Emissionshandel für Gebäude und Verkehr das nationale System ab. Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt, Berlin.
- ↑ Umweltbundesamt: Rahmendaten und Endverbrauchspreise für die Treibhausgas-Projektionen 2026 3. Auflage, Mai 2026. Die Datengrundlage, mit der die Bundesregierung ihre Treibhausgas-Projektionen rechnet: Gaspreis für Haushalte im Verbrauchsband Haushalte, 20 bis 200 GJ Jahresverbrauch bis 2050, aufgeschlüsselt nach Bestandteilen, dazu Großhandelspreise und der angenommene CO2-Preispfad. Alle Werte in Preisen von 2024. Umweltbundesamt, erstellt von Prognos, Dessau-Roßlau.
- ↑ Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks: Erhebungen 2025 Bundesweite Zählung des Anlagenbestands durch die bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger. Grundlage der Angaben zu Zahl, Alter und Technik der Gasheizungen in dieser Studie. Der Verweis führt auf die Publikationsübersicht, dort steht die Erhebung jedes Jahrgangs als PDF. Zentralinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks, Sankt Augustin.
- ↑ Drittes Gesetz zur Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes Vom Bundeskabinett am 12. August 2026 beschlossen. Der Preiskorridor von 55 bis 65 Euro je Tonne gilt danach auch im Jahr 2027. Diese Änderung ist in der Projektion des Umweltbundesamtes noch nicht enthalten. Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Berlin.
- ↑ Bundesnetzagentur: Monitoringbericht Energie Jährlicher Bericht zu Netzentgelten, Marktstruktur und Preisen im Gasmarkt. Grundlage der Aussagen zu den regulierten Preisbestandteilen. Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Bonn.
- ↑ Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle: Erdgas-Grenzübergangspreise Monatliche Importpreise von 1999 bis 2022. Die Reihe wird seit Januar 2023 nicht mehr fortgeführt und dient hier allein der historischen Einordnung des Großhandels. Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Eschborn.
- ↑ Eigene Erhebung gasvermittlung.de Tägliche Abfrage real lieferbarer Gastarife über alle Postleitzahlen mit Gasnetz, dazu das wöchentliche Gaspreisbarometer. Methodik und Rechenregeln stehen im Gasmarkt-Report. Redaktion gasvermittlung.de.
Häufige Fragen
Wie hat sich der Gaspreis in den letzten Jahren entwickelt?
Von rund 6,09 Cent je Kilowattstunde im Jahr 2020 stieg er während der Energiekrise bis 12,20 Cent und liegt heute bei rund 11,93 Cent. Damit ist er deutlich unter dem Krisenhöchststand, aber weit über dem Niveau vor 2021.
Wird Gas bis 2030 teurer?
In allen Szenarien dieser Studie ja, die Frage ist nur wie stark. Die Spanne reicht von 12,91 bis 14,40 Cent je Kilowattstunde. Der stärkste einzelne Treiber ist der CO2-Preis.
Was kostet Gas im Jahr 2040?
Seriös lässt sich das nicht vorhersagen. Rechnerisch ergeben unsere Szenarien für 2040 zwischen 15,74 und 23,03 Cent je Kilowattstunde. Diese Werte sind Fortschreibungen von Annahmen, keine Vorhersagen, und sie sind nicht inflationsbereinigt.
Warum sinkt mein Gaspreis nicht, obwohl die Börsenpreise gefallen sind?
Weil der Börsenpreis nur einen Teil Ihrer Rechnung ausmacht, Versorger ihr Gas im Voraus einkaufen und Netzentgelte, Steuern und Abgaben sich unabhängig davon bewegen. Zuletzt sind sie gestiegen, während die Beschaffung billiger wurde.
Woher stammen die historischen Gaspreisdaten?
Aus der halbjährlichen Preiserhebung der Europäischen Union, an die auch das Statistische Bundesamt liefert. Sie reicht bis 1985 zurück. Die deutsche Statistik allein gibt es erst ab dem zweiten Halbjahr 2019.
