Gaspreise Ende Oktober 2026: Neue Verträge geraten unter Druck
Von Ron Boschert · 30. Oktober 2026 · Lesezeit ca. 2 Min. · aktualisiert am 28. Oktober 2026
Auf dem Gasmarkt hat sich die Lage innerhalb weniger Monate deutlich verändert. Während die Preise für bestehende Gasverträge im Frühjahr noch weitgehend stabil waren, müssen Neukunden inzwischen wieder mit höheren Kosten rechnen.
Nach Angaben der Bundesnetzagentur sind die Gasgroßhandelspreise seit April 2026 um rund 60 Prozent gestiegen. Bei neuen Gasverträgen ist diese Entwicklung bereits erkennbar. Im September lag der durchschnittliche Neukundenpreis bei 11,33 Cent je Kilowattstunde, rund zwölf Prozent über dem Durchschnitt des ersten Halbjahres.
Warum die Gaspreise wieder steigen
Die höheren Beschaffungskosten machen sich nicht bei allen Gaskunden gleichzeitig bemerkbar. Viele Versorger kaufen ihre Gasmengen langfristig ein. Deshalb können sich Veränderungen am Großhandelsmarkt erst mit Verzögerung auf die Preise privater Haushalte auswirken.
Zum 1. April 2026 zahlten Bestandskunden durchschnittlich 12,16 Cent je Kilowattstunde. Gegenüber dem Vorjahr hatte sich dieser Wert kaum verändert. Gestiegene Netzentgelte und höhere CO₂-Kosten wurden damals noch durch günstigere Beschaffungspreise ausgeglichen.
Inzwischen haben sich die Bedingungen am Gasmarkt jedoch verändert. Für Oktober deutet die Bundesnetzagentur einen weiteren Anstieg der Neukundenpreise an.
Worauf Gaskunden jetzt achten sollten
Die steigenden Großhandelspreise bedeuten nicht, dass jeder bestehende Gasvertrag automatisch teurer wird. Entscheidend sind die individuelle Preisgarantie, die Vertragslaufzeit und die Preisgestaltung des Versorgers.
Wie viel Sie derzeit für Gas bezahlen müssten, zeigt Ihnen unser kostenloser Gasrechner. So können Sie die Angebote mit Ihrem bestehenden Vertrag vergleichen.
