Gasheizung: Schon 2 Cent mehr kosten 300 Euro im Jahr

Von Ron Boschert · 21. Oktober 2026 · Lesezeit ca. 2 Min. · aktualisiert am 18. Oktober 2026

Zwei Cent mehr für eine Kilowattstunde Gas wirken auf den ersten Blick harmlos. Auf der Jahresabrechnung kann daraus jedoch eine unangenehme Überraschung werden. Wer mit Erdgas heizt und jährlich 15.000 Kilowattstunden verbraucht, zahlt bei einem um zwei Cent höheren Arbeitspreis bereits 300 Euro zusätzlich.

Gerade in einer Phase steigender Großhandelspreise lohnt es sich, solche Unterschiede genauer anzusehen. Denn die Kosten einer Gasheizung hängen nicht nur davon ab, wie kalt der Winter wird, sondern auch davon, welchen Preis der Versorger für jede verbrauchte Kilowattstunde berechnet.

Was wenige Cent auf der Rechnung ausmachen

Ein einfaches Beispiel zeigt die Größenordnung. Bei einem angenommenen Arbeitspreis von zehn Cent je Kilowattstunde entstehen für 15.000 Kilowattstunden Verbrauchskosten von 1.500 Euro jährlich.

Erhöht sich der Preis auf elf Cent, sind es 1.650 Euro. Bei zwölf Cent steigt der Betrag auf 1.800 Euro. Der Grundpreis kommt jeweils noch hinzu. Bei einem größeren Haushalt mit 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch würde ein Aufschlag von zwei Cent sogar 400 Euro zusätzliche Verbrauchskosten bedeuten.

Das sind Modellrechnungen und keine Vorhersage, dass sämtliche Gasanbieter ihre Tarife um genau diesen Betrag erhöhen werden.

Der Winter kann die Rechnung zusätzlich verändern

Neben dem Arbeitspreis spielt der Verbrauch eine entscheidende Rolle. Bei niedrigen Außentemperaturen benötigen Gebäude mehr Heizenergie. Besonders ältere oder schlecht gedämmte Häuser können dadurch deutlich höhere Heizkosten verursachen.

Viele Haushalte bemerken solche Veränderungen zunächst nicht. Ihre monatlichen Abschläge bleiben häufig gleich, während sich der tatsächliche Verbrauch im Hintergrund verändert. Erst mit der Jahresabrechnung zeigt sich dann, ob die Vorauszahlungen ausgereicht haben.

Ein regelmäßiger Blick auf den Gaszähler kann helfen, den Verbrauch besser einzuschätzen. Auch richtig eingestellte Thermostate und gedämmte Heizungsleitungen können unnötige Wärmeverluste verringern.

Für eine erste Einschätzung der jährlichen Gaskosten können Haushalte auf unserer Seite den Gasrechner kostenlos und unverbindlich nutzen.